Modernes Madeira
Die portugiesische Ferieninsel Madeira liegt rund tausend Kilometer südwestlich von Lissabon entfernt im Atlantik und ist eine der ältesten Ferieninseln in Europa. Die Insel hat ein Mittel- und Hochgebirgscharakter und kann das ganze Jahr über bereist werden. Der höchste Berg auf Madeira, der Pico Ruivo, ist über 1.800
Meter hoch. Auf Grund der besonderen Fauna und Flora ist Madeira besonders bei Wanderern und Naturliebhaber beliebt. Madeira wird auch oft als die Blumeninsel im Atlantik beschrieben, die vor allem früher britische Intellektuelle und Adlige in ihren Bann zog. Bis heute haben viele Adlige aus Europa ihren Feriensitz auf der Insel, die vor allem auch als sehr sichere Insel bekannt ist. Heute kommen über eine Millionen Touristen, vor allem Briten und Deutsche, auf die Blumeninsel. Den Massen- und Billigtourismus kennt man auf Madeira nicht. Man hat auf der Insel schon immer viel Wert auf nachhaltigen Tourismus gelegt, lange bevor der nachhaltige Tourismus zum Sinnbild der Zukunftstourismus wurde. Der Hafen von Munchal ist heute vor allem Hafen für Kreuzfahrtschiffe auf ihrem Weg zu den Kanaren. Die Kreuzfahrer sind eine überaus wichtige Einnahmequelle für den Tourismus auf Madeira. Madeira ist heute noch geprägt von der langen Tradition im britischen Tourismus der Reichen und Adligen. Der Schotte Reid eröffnete Ende des 19. Jahrhunderts das legendäre Luxushotel Reid's Palace Hotel in Funchal, das unter anderem Winston Churchill oder Sissi die Kaiserin als Gast verbuchte.
Östlich der Hauptstadt Funchal in Caniço findet man heute den größten Tourismus auf Madeira. In den letzten Jahren hat vor allem der Tourismus aus Deutschland kontinuierlich zugenommen. Madeira arbeitet vor allem an einem Image-Transfer: weg von der Rentnerinsel für Reiche - hin zu einem Paradies für aktive jüngere Besucher, die vor allem die Landschaft anzieht. Madeira ist eines der Wanderparadiese in Europa und zieht immer mehr jüngere Zielgruppen an. Obwohl Madeira auf Grund der Topografie keine Badeinsel ist, hat man doch ausgewiesene Badebuchten geschaffen, die auch die Bedürfnisse der Badeurlauber bedienen. Auf der nahegelegenen Nachbarinsel Porto Santo finden Touristen wie Einheimische einen neun Kilometer langen Sandstrand. Die Überfahrt nach Porto Santo dauert rund zwei bis drei Stunden. Investiert hat Madeira vor allem in ein modernes Straßennetz. Tunnelanlagen und Brücken wurden sehr aufwendig gestaltet. Auch in den Flughafen Madeira hat man viel investiert, so dass Jets heute problemlos starten und landen können und die Zeiten der waghalsigen Bruchpiloten endgültig vorbei sind. Investiert hat man auch in zahlreiche Marinas für Yachten, die gerne die Insel bei ihren Atlantikfahrten anlaufen.